Wolfgang Schwarz neues Ehrenmitglied der DJK Neustadt

Für sein 22-jähriges Engagement als Vorsitzender der DJK Neustadt wurde Wolfgang Schwarz (Dritter von rechts) zum Ehrenmitglied ernannt. DJK-Vorsitzender Rupert Troppmann (Dritter von rechts) überreichte mit Mitgliedern des Vorstands Schwarz die Ehrenurkunde und an Ehefrau Isolde (Zweite von links) einen Blumenstrauß.

Kurz vor der Jahrtausendwende, in einer für den Verein schwierigen Zeit, wurde Wolfgang Schwarz in der Jahreshauptversammlung 1999 zum 1. Vorsitzenden der DJK St. Martin Neustadt a.d.Waldnaab gewählt. Dieses Amt übte er 22 Jahre lang aus, eine der längsten Perioden eines Vorsitzenden der DJK. Für sein Engagement ernannte ihn der Vorstand nun zum Ehrenmitglied.

„Den Vorsitz in einem Verein zu führen, bedeutet, nicht nur Großereignisse wie das Vereinsjubiläum zu meistern, oder Vorzeigeprojekte wie den Sportheimumbau, die Heizungssanierung oder Erneuerung der Flutlichtanlage umzusetzen. Die Leitung eines Vereins mit weit über 1.500 Mitgliedern erfordert auch ungeheuren Zeitaufwand für Kleinigkeiten, für die Entwicklung von Strategien, für Abrechnungen und für die Sorgen und Nöte der Abteilungen“, führte DJK-Vorsitzender Rupert Troppmann in seiner Laudatio bei der Übergabe der Ehrenurkunde am Mittwochvormittag im Haus des neuen Ehrenmitglieds aus. Es bedeute weiterhin, die Verantwortung auch gegenüber den staatlichen Behörden zu übernehmen, rechtsichere Entscheidungen zu treffen und die Finanzen des Vereins in Ordnung zu halten.

Schwarz sei auch der einzige Vorsitzende seit Wiedergründung der DJK, der die Herausforderungen einer noch nie dagewesenen Pandemie meistern musste. „Die Ordner mit Hygienekonzepten während der Corona-Zeit füllen jetzt noch unser Büro“. Es sei eine „Herkulesarbeit“ gewesen, die Vereinsaktivitäten den immer schneller gefassten und überbordenden Gesundheitsauflagen anzupassen.

Schwarz habe sich mit Bravour diesen Aufgaben gestellt und diese in hervorragender Art und Weise erledigt. „Für diese immense Arbeit, dein Engagement zum Wohle unseres Vereins haben wir beschlossen, dir die Ehrenmitgliedschaft der DJK St. Martin Neustadt zu verleihen. Danke und Vergelt’s Gott für diese vorbildliche Leistung“.

Schwarz fühlte sich durch die Übergabe der Ehrenurkunde und der goldenen Ehrennadel des Vereins sehr geehrt. „Ich konnte das nur schaffen, weil ich durch mein Vorstandsteam eine entsprechende Hilfe hatte und die Arbeit sehr gut aufgeteilt war“. Wolfgang Schwarz ist damit neben Annemarie Nachtmann, Felix Beutler und Willibald Bayer das vierte lebende Ehrenmitglied der DJK Neustadt.

Hintergrund:

Wolfgang Schwarz trat 1993 als Mitglied in die DJK St. Martin Neustadt a.d.Waldnaab ein.

Von 1995 – 1997 engagierte er sich als Beisitzer im Gesamtvorstand.

Von 1997 – 1999 fungierte er als Zweiter Vorsitzender der DJK.

Von 1999 bis Juli 2021 lenkte und prägte er den Verein als 1. Vorsitzender.

Wolfgang Schwarz ist damit neben Annemarie Nachtmann, Felix Beutler und Willibald Bayer das vierte lebende Ehrenmitglied der DJK Neustadt.

DJK betreibt Sportheim vorerst in Eigenregie

Schlechte Karten haben seit geraumer Zeit die Vereine, die ihr Vereinsheim neu verpachten müssen. Der Vorsitzende der DJK Neustadt, Rupert Troppmann, kann ein Lied davon singen.

„Trotz vielfältiger Bemühungen hat sich niemand als Pächter beworben“, bedauert er. Jetzt nimmt der Verein das Heft notgedrungen selbst in die Hand, zumindest vorübergehend.

Kein Pächter gefunden

Nicht nur für den Vorsitzenden sind die Vereinsheime der gesellschaftliche Mittelpunkt für die Vereinsmitglieder. „Nach Corona wird es für die Vereine immer schwieriger, geeignete Pächter zu finden“, bedauert er. Die ungewisse Lage auf dem Energiemarkt halte zudem viele davon ab, sich selbständig zu machen. Trotz vielfältiger Bemühungen konnte nach der Aufgabe des bisherigen Pächterpaares Bianca Reiher-Matthies und Eitel Reiher Anfang November kein Nachfolger gefunden werden. „Im Hinblick auf die unberechenbare Lage auf dem Energiesektor war die Vorstandschaft sogar bereit, das Sportheim kostenlos zu verpachten. Selbst auf dieses Angebot gab es keine Resonanz“, zeigte sich Troppmann enttäuscht.

Eine Schließung der Gaststätte war für den Vorstand keine Option, da damit das Sportheim verschwunden und ein Neuanfang erheblich schwieriger geworden wäre. „Den Betrieb durch die Mitglieder oder Abteilungen fortführen zu lassen war ebenfalls keine Option, da es immer einen Verantwortlichen braucht, der die Getränkelieferungen, gewerblichen Auflagen, Öffnungszeiten und die Reinigung überwachen muss“.

So traf der Vorstand die Entscheidung, dass der Hauptverein den Betrieb DJK-Sportheims selbst übernimmt und dieses mit einer Angestellten fortbetreibt. Ein Glücksfall war, dass die bisherige Pächterin Bianca Matthies-Reiher für diese Aufgabe gewonnen werden konnte.

Eingeschränkte Öffnungszeiten

Die Mitglieder müssen nun allerdings Einschränkungen bei den regelmäßigen Öffnungszeiten hinnehmen. Ab 01.12. ist die Sportgaststätte am Mittwoch von 18 – 22 Uhr, am Freitag von 17 – 23 Uhr und an Sonntagen von 10 – 12 Uhr geöffnet. „Mit diesem Konzept möchte die Vorstandschaft in erster Linie die Geselligkeit und das wichtige Miteinander im Verein aufrechterhalten“, erklärt der Vorsitzende. Darüber hinaus sollen damit auch die enormen Energiekosten für das Haus aufgefangen werden. Das gesamte Gebäude mit Gaststätte, Gymnastikraum, Pächterwohnung und Umkleidekabinen wird seit Jahren mit einer Pelletheizung beheizt. Aber auch die Preise für diese ökologische Lösung schießen durch die Decke.

Auch weiterhin auf Pächtersuche

„Dass das momentane Konzept keine Dauerlösung sein kann, ist uns klar. Uns geht es darum, zumindest bis März die Wintermonate ohne Stillstand in der Gaststätte zu überbrücken“. Hauptaugenmerk legt der Verein auch in Zukunft auf ein Pachtverhältnis.

DJK keine One-Man-Show

Eine durchwegs positive Bilanz nach seinem ersten Jahr als Vorsitzender der DJK St. Martin zog Rupert Troppmann in der Jahreshauptversammlung am Sonntag.

So ist nicht nur allen Widrigkeiten zum Trotz der Mitgliederstand konstant geblieben und konnten einige Großprojekte finanziert und ein Teil der Schulden abgebaut werden. Doch sei die Arbeit im Verein keine „One-Man-Show“, sondern echte Teamarbeit.

Corona habe auch wie überall bei der DJK Spuren hinterlassen, aber nicht bei den Mitgliedern. „Aktuell haben wir einen Mitgliederstand von 1.531 (im Vorjahr 1.474), davon 452 Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren“, präsentierte er stolz. Corona habe sich aber nicht nur auf den Sportbetrieb und die damit verbundene Hallennutzung, sondern auch auf den Betrieb des Sportheims ausgewirkt. Dank der Mithilfe und Bereitschaft aller Abteilungen habe auch diese Hürde überwunden werden können.

Lösungen seien auch in anderen Bereichen gefunden worden. Die leer stehende Wohnung im DJK-Sportheim konnte wieder vermietet werden, der Gaststättenbetrieb konnte wieder in die bewährten Hände von Bianca Matthies-Reiher und Eitel Reiher übergeben werden. Die neu installierte Flutlichtanlage konnte dank der Unterstützung des Diözesanverbandes und des BLSV, sowie den finanziellen Beiträgen der Abteilungen abgerechnet werden. Kürzlich wurde eine neue Schließanlage im Sportheim eingebaut, eine morsche Palisadenwand saniert und ein WLAN-Hotspot eingerichtet. Als Projekt in die Zukunft wurde der Bau einer Beregnungsanlage in Angriff genommen. „Aufgrund des wechselnden Wasserdrucks standen die Beregnungswägen häufig. Das Ergebnis war eine Weiherbildung“. Auch mit der Umsetzung auf den B-Platz gab es Schwierigkeiten. Für die neue Anlage sei auch eine Zisterne mit 25.000 Litern Wasser eingesetzt worden.

Auch sportlich ist bei der DJK einiges geboten. So bietet die Abteilung Gymnastik/Turnen 13 verschiedene Übungsstunden an, hat die Leichtathletikabteilung trotz Corona Stadt- und Kreismeisterschaften ausgerichtet und mit Sebastian Scheidler und Jakob Wagner zwei Kreismeister in ihren Reihen. Beim Tennis wurden die Herren 40 Meister und stiegen auf. Sorgenkind ist die Tischtennisabteilung. Hier musste die 1. Mannschaft wegen Corona, Krankheit und Spielerabgängen aus der Bezirksoberliga zurückgezogen werden.

Abschließend freute sich Troppmann darüber, dass das Team Bananenflanke mit ihrem Training für behinderte Kinder und Jugendliche nun Heimat auf dem DJK-Sportgelände gefunden habe. Flüchtlinge aus der Ukraine können bei der DJK Sport treiben, ohne gleich Mitglied zu werden. Dafür sei extra eine Versicherung abgeschlossen worden.

Kassier Berndt Fuhrich gelang es bereits zum 29. Mal, die trockene Materie des Kassenberichts mit Farbe zu gestalten. Er berichtete, dass trotz Anschaffung einer Flutlichtanlage und die Investition in eine neue Beregnungsanlage der Verein weiter entschuldet werden konnte. „Die Gesamtlage ist gut, die Investitionen sind finanzierbar“, lautete sein Fazit.

Für Zweite Bürgermeisterin Tanja Kippes bedeutet die DJK mehr als nur Sport. „Es ist eine helle Freude, wenn man sieht, wie in den Abteilungen zusammengeholfen wird“. In zehn Sparten werde eine Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten angeboten. Die Stadträte und Bürgermeister seien stolz auf die DJK. Dirk Lill, Geschäftsführer und Sportreferent des DJK-Diözesanverbandes Regensburg ging auf die Probleme der Diözese während der Pandemie ein. Er gab bekannt, dass Schriftführerin Caroline Kett zur Diözesan-Seniorenfachwartin gewählt wurde. Er lobte besonders, dass durch das Team Bananenflanke Menschen mit Behinderung bei der DJK eine sportliche Plattform bekommen konnten. Für Siegmund Balk, Vorsitzender des DJK-Kreisverbandes, hat sich das Bild der Gesellschaft verändert. „Gemeinschaftsgeist und Interesse an Verantwortung haben abgenommen“, bedauerte er. Bei der DJK Neustadt werde hier super dagegengehalten. Ernst Werner, der Vorsitzende des BLSV-Kreisverbandes hob das ehrenamtliche Engagement im Vereinssport hervor. „Wir kümmern uns um 500 Kinder, kümmern uns um Flüchtlinge, setzen uns für Inklusion ein“, lobte er. Stadtpfarrer Josef Häring zeigte sich in Vertretung des geistlichen Beirats froh darüber, was bei der DJK für Kinder aber auch in allen anderen Bereichen geleistet wird.

Sportheim wieder verpachtet

Trotz schwieriger Zeiten in der Gastronomie konnte eine neue Pächterin gefunden werden. Die alte Pächterfamilie Matthies-Reiher steigt wieder ein.

Drei Jahre lang führten Bianca Matthies-Reiher und Eitel Reiher den Gaststättenbetrieb des DJK-Sportheims. Dann kam heuer im Sommer das Aus als wirtschaftliche Folge der Corona-Pandemie. Nun steigt das Ehepaar wieder ein. Seit 01.11. ist Bianca Matthies-Reiher wieder die Pächterin der Gaststätte.

Gründe für das erneute Engagement der Pächterin waren ein neues Pachtkonzept und nicht zuletzt die Überredungskünste des neuen DJK-Vorsitzenden Rupert Troppmann. „Uns wurde ein für alle Seiten tragfähiges Pachtkonzept vorgelegt. Trotz einiger Überlegungen und Diskussionen in der Familie haben wir uns dann schließlich entschlossen, wieder in die Gastronomie, allerdings nur im Nebengewerbe, einzusteigen“, begründet Bianca Matthies-Reiher ihre Entscheidung. Hauptberuflich ist sie im Pflegebereich tätig und ihr Ehemann bei der Familienmetzgerei Hausner beschäftigt.

Heilfroh über die Wiederverpachtung ist nicht nur der DJK-Vorsitzende, sondern die gesamte Vorstandschaft. „Wir sind ein Sportverein und keine Gastronomen“, erläutert Troppmann. Auf die Ausschreibung der Neuverpachtung habe sich kein Interessent gemeldet. „Was auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht verwunderlich ist“. Er habe sich dann wieder an die alten Pächter gewandt. Die hätten auch in der Zeit nach Ende des Pachtverhältnisses die Gaststätte mit stark eingeschränkten Öffnungszeiten betreut.

Der Vorsitzende habe mit dem Vorstand schließlich ein für alle Seiten tragfähiges neues Pachtkonzept entwickelt, das der Pächterfamilie eine Überlebenschance auch in schwierigen Gastronomiezeiten bietet und das sie schließlich akzeptierte. Neben den üblichen Getränken gibt es künftig eine kleine Brotzeitkarte und jeden Freitag ein Sondergericht wie zum Beispiel Burger, Schnitzel oder Baguettes. Die Öffnungszeiten können für angemeldete Gruppenveranstaltungen und Familienfeste auch flexibel geändert werden.

Für den Vorsitzenden ist es wichtig, dass im „Mittelpunkt des Vereins“ wieder Leben und Geselligkeit einkehren. Er hofft, dass sich Sportler und Nichtsportler wieder an Stammtischen finden.

DJK-Gelände erstrahlt in nachhaltigem Licht

Umbau der bestehenden Flutlichtanlagen mit Quecksilberdampflampen der DJK St. Martin Neustadt a.d. Waldnaab e.V. auf neueste LED-Technik.

Mit einer neuen LED-Fluchtlichtanlage hat die DJK Neustadt nicht nur eine Vorreiterrolle übernommen, sondern gehört auch in Bayern zu den Vereinen, die über eine solche Anlage verfügen. Diese wurde nun offiziell nach der CORONA – Pause in Betrieb genommen. Dabei hat der Verein einmal mehr ein Zeichen der Innovation gesetzt.

Die alten Anlagen waren im Bereich Fußball für den B-Platz installiert worden und auch die Tennisanlage nutze ihre Flutlichtanlage bereits seit dem Bau im Jahre 1975. Hier war es dann doch an der Zeit, mit der Zeit zu gehen und den Umbau der bestehenden Flutlichtanlagen mit Quecksilberdampflampen auf LED-Technik zu forcieren. Innovation und Nachhaltigkeit waren die Grundvoraussetzungen, die sich die Vorstandschaft dabei gesetzt hat.

Ausschlaggebend waren auch die Möglichkeiten, Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit und dem BLSV zur bekommen. Beide Institutionen haben hierfür Sonderprogramme für das Jahr 2019/ 2020 aufgelegt. So konnte die gesamte Anlage mit 80% Zuschuss gefördert werden.

Außerdem hat auch die Stadt Neustadt/WN auf Antrag und Beschluss des Stadtrates die Maßnahme gefördert. Auftragsvergabe erfolgte nach Freigabe durch den Bund und dem BLSV an die Fa. HUDSON in Amberg, die das leistungsstärkste und auch finanzierbarste Angebot abgeben hatte.

Die bestehenden Flutlichtanlagen auf 3 Fußballplätzen und des Tennisplatzes der DJK St. Martin Neustadt a.d. Waldnaab wurde dann auf LED-Technik umgebaut. Der Bestand ist ersetzt worden durch LED-Strahler mit einer Gesamtleistung von
24,8 KW. Dadurch wird eine Stromersparnis von über 70% erreicht, das klimaschädliche Co2 (nach 20 Jahren ca. 270t) gemindert und die Ausleuchtung der Plätze werden dadurch heller und gleichmäßiger und entsprechen wieder den Normen. Die Gesamtkosten der Anlage belief sich auf 103.000, –€, die mit 80 % bezuschusst werden.

Wolfgang Schwarz, 1. Vorstand merkt an, dass das Geld gut angelegt ist. Er wies darauf hin, dass LED der neueste Stand der Technik sei und man diese Investition als Amortisation über die Jahre sehen müsse. Hier zeigt sich wieder, dass wir immer im Sinne des Vereins und auch den Abteilungen vorrausschauend planen und handeln.

Wenn man solche Zuschüsse (Bund und BLSV) bekommen kann, muss man die Gunst der Stunde nutzen. Leider hat uns die CORONA – Zeit auch etwas in der Nutzung zurückgeworfen. Nun kann man aber auf allen Plätzen trainieren und es gibt keine Überschneidungen mehr. Damit ist für die Zukunft gesichert, allen Mannschaften auch in den Herbst- und Wintermonaten die Möglichkeit zum Trainieren zu geben.